Bauversicherungsrecht

Vertretung des Versicherungsnehmers durch den Versicherer

Der Versicherer gilt umfassend zur außergerichtlichen und gerichtlichen Vertretung des Versicherungsnehmers bevollmächtigt, d.h. er kann Erklärungen, die zur Beilegung oder Abwehr von Ansprüchen notwendig erscheinen, im Namen des Versicherungsnehmers abgeben. Eine derartige Vollmacht besteht während der gesamten Vertragsdauer bedingungsgemäß für alle Schadenfälle, auf die sich der Versicherungsschutz bezieht.
Dies gilt auch dann, wenn die Schadensersatzansprüche die Versicherungssumme übersteigen oder der Versicherungsvertrag eine Selbstbeteiligung vorsieht. In derartigen Fällen ist der Versicherer allerdings verpflichtet, den Versicherungsnehmer über den Stand der Verhandlungen mit dem Geschädigten auf den Laufenden zu halten und das weitere Vorgehen mit dem Versicherungsnehmer abzusprechen. Bei Missachtung dieser Pflicht kann, nach den Umständen des Einzelfalls, eine Inanspruchnahme des Versicherers wegen Verletzung einer leistungsbezogenen Nebenpflicht (vgl. 280 Abs. 1 Satz 1 BGB) in Betracht kommen.

Weitere Wörterbuch-Einträge von baurechtsuche.de

baurechtsuche.de

Widerrufsbelehrung

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie“ vom 13.6.2014 wurden Schutzregelungen zu Gunsten von …

baurechtsuche.de

Abnahmefiktion

Mit dem „Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung“ vom 1. Januar 2018 …

baurechtsuche.de

Mangelhafter Baustoff

Rügt der Auftraggeber gegenüber dem Unternehmer Mängel, die auf ein mangelhaftes Bauprodukt zurückzuführen sind, und …

baurechtsuche.de

Verbraucherbauvertrag

Dieser Begriff wird mit dem ab dem 1. Januar 2018 gültigen „Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung …

Alle Wörterbuch-Einträge des Autors

Kommentieren Sie diesen Beitrag

Kommentare

  • Zu dem Beitrag wurden noch keine Kommentare verfasst

Beitrag verfasst/eingestellt von

Anwaltskanzlei baurechtsuche.de

baurechtsuche.de


Unsere Partner