Bauvertragsrecht

Anderweitiger Erwerb

Dieser Begriff spielt unter anderem im Zusammenhang mit der Kündigung des Bauvertrages durch den Auftraggeber eine Rolle. Wird der Auftragnehmer “grundlos“ gekündigt, so kann er nun die vereinbarte Vergütung verlangen, muss sich jedoch unter anderem einen etwaigen anderweitigen Erwerb anrechnen lassen. Er muss also angeben, ob und gegebenenfalls wie er durch einen anderen Auftrag die kalkulierten Kosten gedeckt hat. Anzurechnen ist nur der Erwerb, den die Kündigung des Bestellers ermöglicht hat. Es muss ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Kündigung und einem Ersatzauftrag bestehen. War der Unternehmer in der Lage, neben dem  gekündigten Auftrag weitere Aufträge auszuführen, mit denen also kein ursächlicher Zusammenhang zur Kündigung bestand, findet keine Anrechnung statt (BGH vom 8.1.2015 – AZ: VII ZR 6/14).

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