Bauvertragsrecht

Mangelbeseitigungsaufforderung

In einem VOB-Vertrag muss der Auftraggeber den Auftragnehmer schriftlich auffordern, etwaige Mängel vor Ablauf der Verjährungsfrist zu beseitigen (§ 13 Abs. 5, Nr. 1 VOB/B). Die Schriftform ist für die Wirksamkeit dieser Aufforderung zwingend notwendig, um zu erreichen, dass mit Zugang derselben eine neue zweijährige Verjährungsfrist in Gang gesetzt wird (§ 13 Abs. 5 Nr. 1 letzter Satz VOB/B). Bei einem BGB-Vertrag ist keine Schriftform für die Mängelbeseitigungsaufforderung notwendig. Allerdings kennt das BGB auch nicht die Möglichkeit, durch bloße schriftliche Rüge eine neue Verjährungsfrist in Gang zu setzen.

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