Bauvertragsrecht

Rechenfehler

Unterläuft dem Auftragnehmer bei der Erstellung seiner Schlussrechnung ein Rechenfehler so kann er Nachforderungen stellen, die erst mit Ablauf der gesetzlichen (dreijährigen) Verjährungsfrist für Vergütungsansprüche verjähren. Hat der Auftraggeber bei einem VOB-Vertrag eine "Schlusszahlung" geleistet (siehe vorbehaltlose Annahme der Schlusszahlung), so ist der Auftragnehmer dennoch nicht mit Nachforderungen aus einem Rechenfehler ausgeschlossen (§ 16 Abs. 3 Nr. 6 VOB/B).

Unterläuft dem Auftragnehmer bei der Kalkulation seines Angebots ein Rechenfehler, so wird diese üblicherweise als unbeachtlicher Kalkulationsirrtum behandelt, den der Auftragnehmer nicht korrigieren kann. Anders ist dies bei einem so genannten Erklärungsirrtum, der vorliegt, wenn sich die vom Erklärenden geäußerte Willenserklärung sich nicht mit dem Willen des Erklärenden deckt. (Beispiel: der anbietende Auftragnehmer will Quadratmeter schreiben und schreibt Kubikmeter). In solchen Fällen ist der Erklärende zu einer Irrtumsanfechtung (§ 119 BGB) berechtigt.

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