Vergaberecht

Außergewöhnliche Zuverlässigkeit § 3 (VOB 2006)

Gemäß § 3 Nr. 3 Abs. 2 a.) VOB/A ist eine Beschränkte Ausschreibung nach Öffentlichem Teilnahmewettbewerb zulässig, wenn für die Erbringung der Bauleistung außergewöhnliche Zuverlässigkeit erforderlich ist. Unter Zuverlässigkeit des Bieters versteht man, dass der Bieter die Gewähr für eine fachgerechte und ordnungsgemäße Bauausführung zum vereinbarten Termin bietet. Bei besonders anspruchsvollen Bauten, können zum Beispiel besondere Erfahrungen und/oder eine besondere Betriebsorganisation notwendig sein, so dass von vornherein nur ein beschränkter Unternehmerkreis die notwendige Eignung besitzt. Eine öffentliche Ausschreibung wäre dann nicht zweckmäßig. Kommt nach der erforderlichen Eignung nur ein Unternehmen in Betracht, darf der Auftraggeber die Bauleistung nach § 3 Nr. 4 a) VOB/A freihändig, das heißt ohne förmliches Verfahren, vergeben.

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