Anwälte | Vergaberecht | 09.01.2015

Eine Aufgreifschwelle zur Ermittlung von Unterangeboten ist zulässig

Bekanntlich sind bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sogenannte Unterangebote (nicht kostendeckend Angebote) aus der Wertung zu nehmen. Allerdings ist schwierig, die Grenze zum Unterangebot zu bestimmen. Die zweite Vergabekammer des Bundes hat nun in einer Entscheidung vom 15.10.2014 – Vergaberechts-Report 12/2014, Seite 45 – festgelegt, dass ein öffentliche Auftraggeber eine interne Aufgabeschwelle festlegen darf, ab der er unter dem Gesichtspunkt des Unterangebots den Bieter zur Aufklärung seines Angebots auffordert. Kann der Bieter seinen niedrigen Preis nicht erklären, ist aus der Wertung zu nehmen.

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